#fromfarmtoscarf im Februar

Auch im Februar sind wieder einige Schals auf meinem Webrahmen entstanden – vier Stück, um genau zu sein. Außerdem habe ich eine ganze Reihe Probestücke gewebt mit Musterideen, die ich dann anschließend zu einer Art Wimpelkette zusammengefügt habe.

Wenn du das erste Mal auf meinen Blog kommst, dann lies am besten vorher die Januarausgabe von #fromfarmtoscarf, da habe ich ein paar grundsätzliche Sachen zu diesem Projekt erzählt.

Am Webrahmen: Köperbindung, claspedweft und hemstitching

Schal Nr. 6 hat kleine Musterstreifen in Köperbindung bekommen, die ich mit Hilfe eines als Lesestab umfunktionierten Schiffchens eingewebt habe. Grundlage dafür war das Video “Muster weben” von Handwebmeisterin Antje Vajen und man kann auf jeden Fall schöne Fischgrät- und Pfeilmuster mit dieser – etwas aufwendigen Technik – weben. Zu Schal Nr. 7 mit claspedweft bzw. verschlungenem Schussfaden hat mich Kathrin von Faserexperimente inspiriert, die einen Schal in dieser Technik auf Instagram geteilt hat. Mir gefallen die Möglichkeiten ziemlich gut und ich bin sicher, da werden noch einige Designs folgen, aber es ist nicht so einfach, saubere Ränder hinzubekommen (mehr zu dieser Technik bei Bianca aka Schiffchenschieberin!) Nr. 8 und 9 sind wieder ganz klassische Leinwandbindung, und bei der Wimpelkette habe ich einfach wild rumgespielt mit dem Lesestab – und das erste Mal hemstitching für die Kanten ausprobiert, nach einer Anleitung von Bianca im Magazin “The Wheel”.

Verwebt: Wieder Merino, außerdem Ostfriesisches Milchschaf, Coburger Fuchs und Rauwolliges Pommersches Landschaf

Schal Nr. 6, 8 und 9 sind wieder aus Bayerischer Merino von Rauwerk und Paulaswolle (mehr dazu im Januar-Post) gewebt. Für den Schal Nr. 7 habe ich Schafwolle Nr. 3 von Jule aka Hey Mama Wolf genutzt: Für die Kette Ostfriesisches Milchschaf, das helle Garn ist Coburger Fuchs und das rötlich-braune Merino mit Schwarzkopf, von Jule pflanzengefärbt mit Krapp. Die Farben zusammen sind ein absoluter Knaller, die Kette war aber schon deutlich “hakeliger” als die Merinoketten vorher. Jules Wolle stammt von kleinen Bio-Schäfereien in Nord- und Ostdeutschland und wird in Deutschland und Tschechien verarbeitet. Hier liegen schon zwei weitere Stränge, die mit Indigo gefärbt sind, und ich freu mich schon richtig, die zu verweben! Für die Probestückchen, die dann zur Wimpelkette geworden sind, habe ich eine Kette aus Rauwolligem Pommerschen Landschaft geschärt, gekauft bei Kollektion der Vielfalt. Kollektion der Vielfalt unterstützt den Erhalt von seltenen, vom Aussterben bedrohten heimischen Schafrassen und bietet Schafhalter:innen die Möglichkeit, die Wolle ihrer Schafe zu Produkten (wie Pullover und Handschuhe) oder eben Handstrickgarn verarbeiten zu lassen. Ich habe noch eine kleine Auswahl bei mir liegen und werde mich da Stück für Stück rantasten. Gerade für Schals darf die Wolle ja nicht zu kratzig sein, aber bei Schal Nr. 7 habe ich gemerkt, dass ein etwas robusteres Garn in der Kette trotzdem einen weichen Schal ergibt 🙂

Gelernt: Vor allem am Webrahmen!

Im Februar habe ich vor allem mit Mustern und Techniken experimentiert und außerdem zwei Schalbestellungen für Freund:innen gewebt (Nr. 8 und 9). In Sachen Wolle wird’s dann im März Neuigkeiten geben (Spoiler: Alpaka aus Sachsen!).

Disclaimer: Alle vorgestellten Garne wurden selbst gekauft, ausgesucht und bewertet. Hier ist keine bezahlte Werbung versteckt 🙂